Lesefest in Reith bei Kitzbühel

Am vergangen Samstag fand wieder das Lesefest für Groß & Klein, für Jung % Alt im Kulturhaus Reith statt.

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Geboten wurde ein buntes Programm. Angefangen bei herzigen Auftritten der VS-Kinder, Märchen mit Uschi Krabichler, Bilderbuchkino mit Daniela Vötter und Kasperltheater mit Herwig Neumayr für die kleinen Lesemäusen. Für die Erwachsenen bot sich eine unterhaltsame lustige Lesung des deutschen Autors und Journalisten Georg Cadeggianini und ein Vortrag von Frau Dr. Repolust an. Letztere referierte über (Kinder)Bücher zu ganz besonderen Themen: Depression, Demenz usw. Ein Jäger erklärte den kleinen Gästen das “Fährten lesen” und die Polizei das “Verkehrszeichen lesen”.

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Und die Mediathek St. Johann war auch vertreten. Wir informierten über den Buchstart, den ebook-Verleih und unser umfangreiches Ausleihprogramm.

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Kathi’s Text zum Thema Heimat

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HEIMAT

Ankommen, ruhig werden, denken, fühlen, angenommen sein

Heimat das ist für mich die Hast vergessen, Frieden finden!

Heimat ist auch Konfrontation, Kritik ertragen, Kritik annehmen!

Heimat ist Familie, ist Freude und  manchmal Frust.

Was bedeutet Heimat, wenn Jemand seine Heimat verlassen musste, gezwungen wurde………..

können wir uns da reinfühlen……….

Ich glaube das ist schwer, unsagbar schwer……..

doch gut ist es, es zu versuchen……..

Was, wenn dir deine Heimat genommen wird, durch Krieg, Verfolgung, Hass,

werden da nicht deine Wurzeln gekappt?

Da geht es nur noch um das Überleben, Essen und ein Dach über dem Kopf!

Doch wir können heimatlosen Menschen so viel bieten…………

Es gehört Courage dazu……..

Was hört man in letzter Zeit alles……

Zäune errichten, Grenzen kontrollieren, abschieben und sogar, ein starker Mann muss her!

Do stend mia meine grauen Haar ge Berg. Iatz is amoi gnuag!

Bemiah ma ins und streng ma ins u, das da Friedn dahoitn bleibt, das ma d’Menschn achtend,

ganz gleich vo wos herkemmand. Und wann a jeda was gibt, noa hamb mia allwei no gnuag.

Bring ma ins gegnseitig an Respekt entgegn und vasuach ma tolerant z’sein, nocha pack ma des scho.

I bin zuavasichtlich und aso schliaßt se da Kreis,

Hoamat des is fie mi, ukemma, ruahig wern und ugnumma wern,

genau aso wia i bin.

Laura’s Text zum Thema Heimat

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Stell dir vor, du musst von heut auf morgen dein Zuhause verlassen.
Stell dir vor, du bist nicht mehr sicher.
Stell dir vor, du kannst nur mitnehmen was in einen Rucksack passt.
Stell dir vor, du musst eine Reise antreten, deren Ende du nicht kennst.
Stell dir vor, du hast Angst um dein Leben.
Stell dir vor, du  bist alleine.
Stell dir vor, deine Füße schmerzen und dennoch musst du weiter laufen.
Stell dir vor, du musst Familie und Freunde zurücklassen.
Stell dir vor, du begegnest Menschen, die nur Verachtung für dich übrig haben.
Stell dir vor, wie du glückliche Familien, die es endlich geschafft haben, siehst und weißt, deine eigene gibt es nicht mehr.
Stell dir vor, dass du niemanden kennst und nicht einmal die Sprache verstehst, die um dich herum gesprochen wird.
Stell dir vor, du bist endlich in Sicherheit, aber dann musst du in unmenschlichen Zuständen warten, ohne zu wissen wie es weiter geht.
Stell dir vor, die Menschen behandeln dich wie Dreck.
Stell dir vor, du bekommst keine Chance dich zu beweisen, weil du anders bist.

Jetzt stelle dir vor, du wirst mit einem freundlichen Lächeln und einem warmen Händedruck empfangen.
Stell dir vor, es sorgt und kümmert sich jemand um dich.
Stell dir vor, du fühlst, dass du sicher bist und wieder eine Zukunft hast.

Und jetzt frage ich dich: Was wäre dir lieber?

Laura Skorski, am 21.10.2015