Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

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Der Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung Christian Felber widmet sich möglichen Alternativen zu TTIP, WTO & Co, deren Zustandekommen immer unwahrscheinlicher wird. Er plädiert konsequent dafür, der Ideologie von Freihandel, Standortwettbewerb und noch mehr Globalisierung endgültig abzuschwören. Weniger Hürden soll es für jene Staaten und Unternehmen geben, die einen Beitrag leisten, um die eigentlichen Ziele der Wirtschaft zu erreichen: nachhaltige Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit, kulturelle Vielfalt oder sinnvolle Arbeitsplätze. Und Barrieren im Handel für jene, die Menschenrechte missachten, für Klimasünder und Ausbeuter.

Angesichts der angespannten (ökonomischen) Weltlage lässt Felber nicht unversucht, Alternativen zu TTIP, WTO und CETA zu entwickeln und positive Wendungen in Richtung Gemeinwohl zu erwirken. 2017 erhielt der Autor und Aktivist den Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Wissen. Ökonomisch interessierten LeserInnen empfohlen!

Cornelia Stahl


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Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

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Lou und Jo – das war die große Liebe. Doch Lou, ein Paradiesvogel auf der kleinen bretonischen Insel und von allen geliebt, ist tot. Ihrem Jo hinterlässt sie ein ungewöhnliches Testament: Er soll dafür sorgen, dass ihre erwachsenen Kinder endlich glücklich werden.

Der lebendige Stil, mit dem die Autorin die verschiedenen Persönlichkeiten zu Wort kommen lässt, als auch die Darstellung der Insel Groix und des Lebens dort machen das Buch lesenswert. Die Figuren sind wunderbar gelungen, alle wachsen einem ans Herz und sorgen für “Taschentuchgarantie”. Sehr empfehlenswert, vor allem für den Schuss Romantik im Alltag!

Doris Göldner


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9783498073893

“Sie kam aus Mariupol“ ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als „Ostarbeiterin“ nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend, ja bestürzend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ihre Mutter, die als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror miterlebte, bevor sie mit ungewissem Ziel ein deutsches Schiff bestieg, tritt wie durch ein spätes Wunder aus der Anonymität heraus, bekommt ein Gesicht, das unvergesslich ist. „Meine arme, kleine, verrückt gewordene Mutter“, kann Natascha Wodin nun zärtlich sagen, und auch für uns Leser wird begreifbar, was verlorenging. Dass es dieses bewegende, dunkel-leuchtende Zeugnis eines Schicksals gibt, das für Millionen anderer steht, ist ein literarisches Ereignis.

Jahre später, nach vielen vergeblichen Nachforschungen, gelingt es der Autorin über ein russischsprachiges Forum mit Hilfe eines Inernetfreaks die dramatische Herkunftsgeschichte mütterlicherseits zu rekonstruieren und zur eigenen Identität zu finden. Aus der biografischen Spurensuche entstand so eine ergreifende Familiengeschichte, die zugleich eine erschütternde Dokumentation ist, die den ganzen Wahnsinn der totalitären Geschichte des 20. Jahrhunderts mit ihren menschenverachtenden Arbeitslagern und Grausamkeiten auf deutscher wie russischer Seite sichtbar macht.

Jutta Kleedrofer


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Mit dem Verkauf eines südspanischen Weingutes hofft der Geschäftsmann Mauro seinen Bankrott abzuwenden. Aber das Aufeinandertreffen mit der geheimnisvollen Soledad ist für ihn der Beginn einer Reihe von Abenteuern mit ungewissem Ausgang.

Die Autorin erzählt aus der Kolonialzeit und verwebt verschiedene Aspekte wie Sklavenhandel, Kolonialherrschaft und Unabhängigkeitsbestrebungen in ihrer Geschichte. Der schillernde Abenteuerroman stellt den Hauptprotagonisten Larrea als sympathisch, weltmännisch und interessant dar, während alle anderen Personen etwas verblassen. Ein spannender Roman,d er jedoch an verschiedenen Stellen unrealistisch und überzogen wirkt.

Maria Dorrer


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1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA, die später zur NASA wird, erstmalig afroamerikanische Frauen ein. „Menschliche Rechner“ – unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen. Dies ist ihre Geschichte.

Die Geschichte dieser Frauen ist es, die Margot Lee Shetterly in “Hidden Figures” erzählt, und damit ein Stück weiblicher afroamerikanischer Wissenschaftsgeschichte aus der Vergessenheit zurück ins öffentliche Bewusstsein holt. Lebendig und detailgetreu verfolgt sie den Weg dieser Pionierinnen von den Anfangsjahren in Langley bis zur historischen Mondlandung im Jahre 1969 und lässt so die LeserInnen teilhaben an einer Reihe faszinierender Lebensgeschichten mit unleugbar inspirierender Wirkung

Eva Unterhuber


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Veranstaltungshinweis: Lesung von Robert Prosser

Es ist immer was los in St. Johann in Tirol!

Für Lesebegeisterte und Bücherwürmer steht demnächst ein junger Tiroler Autor auf der Bühne der Alten Gerberei: Robert Prosser. Mit seinem neuen Roman Phantom stand er auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017. Am 23.10.2017 kommt er nun nach St. Johann. Möchten Sie den Autor live erleben, dann sollten Sie sich den Termin unbedingt vormerken, näher Informationen dazu finden Sie unten auf dem Plakat! Das Buch steht Ihnen natürlich in der Mediathek zur Ausleihe zur Verfügung!

Literaturverein_RobertProsser

Unbenannt

Robert Prosser schildert intensiv ein fast vergessenes Kapitel der jüngeren Geschichte: Der Jugoslawienkrieg, der die letzte große innereuropäische Flüchtlingswelle in den 1990ern auslöste, dessen drastische Verbrechen bis heute nicht aufgearbeitet sind und weit in die Generation der Kinder der Geflüchteten nachwirken. Anisa flüchtet 1992 aus Sarajewo nach Wien. In den beginnenden ethnischen Säuberungen hat sie ihren Vater zurückgelassen ¿ und wird ihn nie wiedersehen. Auch von ihrem Freund Jovan, einem bosnischen Serben, der zum Militärdienst eingezogen wurde, konnte sie sich nicht verabschieden. Jahrzehnte später reist Anisas Tochter Sara auf den Spuren ihrer Mutter nach Bosnien-Herzegowina.