“Steiners Geschichte” von Constantin Göttfert

Constantin Göttfert war 2006 Markschreiber in St. Johann. Wir freuen uns sehr seinen neuen Roman in der Mediathek zum Verleih anbieten zu können!

Göttfertbuch

Constantin Göttfert

Steiners Geschichte

Roman – 480 Seiten



Verlagstext:

Ina Steiner ist schwanger, aber kurz vor der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter bittet sie Martin, den Erzähler in Constantin Göttferts neuem Roman, um eine Auszeit. Ihr Großvater Steiner ist gestorben und hat sie mit zu vielen offenen Fragen zurückgelassen. Ina ist an der March, im österreichischen Grenzgebiet zur Slowakei, aufgewachsen, aber ihre Familie sind Karpatendeutsche, Vertriebene, die in Österreich nie heimisch geworden sind und nicht heimisch werden wollten. Die Vergangenheit liegt wie ein großer, alles erdrückender Schatten über dem Leben von Jahrzehnten, über der Familie, die daran zerbricht. Ina macht sich auf die Suche nach der Herkunft ihrer Familie in der heutigen Slowakei und Martin folgt ihr nach, auf eine Reise in die Vergangenheit und die Gegenwart von Ost und West, Tätern und Opfern, Verlierern und Gewinnern nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.

In diesem großen Roman erzählt Constantin Göttfert präzis und dicht, atmosphärisch und spannend, mit einem Sinn für das groteske Detail von Schuld und Vertreibung, von Leid und Verrat, von ungesühnten Verbrechen und dem Überleben und davon, wie eine Gegenwart erst möglich ist, wenn der Schatten der Vergangenheit verfliegt.

Rezension von Hannes Hofinger, Mediatheksleiter:

Eine große Geschichte eines großen Erzählers. In seinem neuen Roman zeigt Göttfert, was in ihm steckt, nämlich ein Romancier besten Stils. Bei seinem vorhergehenden Roman „Satus Katze“ hatte ich manchmal das Gefühl, der Autor versucht zu viel und stolpert dabei bisweilen über das Zuviel des Guten. Nach Lektüre von Steiners Geschichte bin ich der Auffassung, dass Göttfert Platz braucht, er benötigt ein riesiges Fußballfeld um seine zahllosen Bälle interaktiv spielen zu lassen, bei Satus Katze versuchte er noch, diese Bälle in einem Tischfußballkasten ordnen zu wollen.

Steiners Geschichte ist ein kleines Epos – ein Widerspruch in sich, aber dies passt zu ihm, ein Familienroman, der besticht.

Der große Erzähler, der Göttfert ganz sicher ist, malt detailreiche Bilder seiner Geschichte, manchmal so detailreich, dass sich der Gedanke anschleicht, muss ich das alles wirklich wissen, interessiert mich das Alles? Aber bevor dieser Gedanke dazu kommt, dem Hirn anzuraten, den Zeigefinger zum Vorblättern zu animieren ist die Geschichte wieder da, wo sie hingehört und wo die Spannung zu Hause ist und das Lesen zum ganz großen Vergnügen wird.

Ich halte „Steiners Geschichte“ für einen ganz großen Wurf und ich bin überzeugt, dass Göttfert noch große Werke liefern wird. Ich freue mich schon darauf und bin absolut überzeugt, dass Göttfert mit dieser Geschichte den Durchbruch schaffen wird.


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