Das war der Mitmachvortrag mit Marion Engel

DSC_0045Der Mitmachvortrag mit Marion Engel, zertifizierte Ganzheitliche Gedächtnistrainerin, war ein voller Erfolg. Fast alle Plätze waren besetzt und jeder der Anwesenden lauschte gespannt, was Marion über das Gehirn und die Möglichkeiten es zu trainieren zu erzählen hatte. In erster Linie ging es darum, wie man mit Büchern (Romanen), sein Gedächtnis stärken kann und welche “anderen” Wege es gibt Geschichten zu lesen.

Klassisch oder modern lesen? Welche Methode ist besser für das Gehirn? Eindeutig das Buch. Die Motorik beim Buchumblättern ist eine ganz andere als einfach über den Bildschirm zu wischen oder – wie es ganz ausgeklügelte high-tech Geräte auch können, einfach hinten drauf klopfen. Anregender für das Hirn ist das Umblättern und das Fühlen der Seiten. Fingergymnastik inklusive sozusagen, wie uns Marion erklärte. Auch der Duft spielt eine Rolle. Bücher riechen ganz besonders, einem e-reader fehlt dieser Papierduft völlig. Allein diese paar Punkte sprechen eindeutig für ein Buch. Modernes Lesen hat dagegen den Vorteil, dass man sie leicht überall mitnehmen kann und man gleichzeitig mehrere Bücher mit sich tragen kann. Auch wer wie die Mimi abends ohne Krimi nie ins Bett gehen kann, von langen Lesestunden am e-reader zur Schlafenszeit rät Marion ab. Das blaue Licht in diesen Geräten hat wohl eine negative Auswirkung auf das Gehirn und folglich auf die Nachtruhe. Also, abends lieber zum klassischen Buch greifen.

DSC_0060Und wer der Meinung ist, keine Zeit zum Lesen zu haben, für den hatte Marion auch ein paar Tipps. Der wichtigste Tipp wenn Sie auch der Ansicht sind keine Zeit zum Lesen zu haben:

Machen Sie ein Date mit einem Buch aus! Tragen Sie gleich einen Termin für kommenden Freitag in Ihren Kalender und holen Sie sich am Donnerstag gleich eine passende Lektüre bei uns in der Mediathek!

Wie kann man also sein Gedächtnis mit Büchern trainieren, das war natürlich die Kerninformation dieses Vortrages, vor allem aber, dass Gedächtnistraining nicht erst im Altern von 70+ beginnt! Fangen Sie so früh als möglich damit an und probieren Sie mal diese Tipps beim Lesen:

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  • Ein Kapitel lesen und sich an Details erinnern
  • Bei Krimis mit raten
  • Auf Details achten
  • Wortfindung oder auf Formulierungen achten
  • Eigene Geschichten erfinden

Neben diesen Tipps gab es auch einige lustige Mitmachgelegenheiten, die den Vortrag nicht nur auflockerten, sondern auch noch für ordentlich Lacher sorgten!

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Herzlichen Dank an Marion, für diese interessante und auch lustige Art und Weise sich mit einem Buch und seinem Gehirn auseinander zu setzten, Impulse und Denkanstöße erhalten zu haben!



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Lesewerkstatt: Warum?–Was?–Wie?

Mitmachvortrag

Mitmachvortrag am 23.09.2016, 19.00 Uhr

in der Mediathek St. Johann/T.

Referentin: Marion Engel

Zertifizierte Ganzheitliche Gedächtnistrainerin

 

Information von Marion Engel zum Vortrag:

Bücher vermitteln Wissen, regen an oder entspannen. Jeder hat so seine Lieblingsbücher, seine bevorzugten Autoren oder Fachgebiete und Lesegewohnheiten. Das ist gut so. Aber trotzdem lohnt sich ein Ausflug in unbekanntes Terrain unter ganz neuen Blickwinkeln.

Der Mitmachvortrag macht Lust auf’s Lesen und zeigt interessante neue Möglichkeiten mit Romanen, die über das “normale” Lesen hinausgehen. Mit Romanen lassen sich nämlich das Gedächtnis, die Kreativität und andere Fähigkeiten trainieren, die in Zukunft immer wichtiger werden.

Neben Hintergrundinformationen werden praktisch anwendbare Techniken vermittelt und interessante Übungen durchgeführt.

Inhalte:

  • Lesen bringt’s! – hören Sie, warum und weshalb ….
  • Buch ist nicht gleich Buch – lernen Sie die Unterschiede kennen ….
  • Keine Zeit zum Lesen? – doch, die können Sie sich schaffen ….
  • Romane “nur” lesen? – da geht noch mehr – von Merkfähigkeit bis Denkflexibilität

Der Vortrag ist Kostenlos! Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Papierschöpfen am Mittelaltermarkt

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“Schön war’s am Mittelalterfest”, so unser aller Credo!

Nach wochenlangem Vorbereiten, Planen und Organisieren war es vergangenes Wochenende dann soweit. Der Mittelaltermarkt in St. Johann öffnete seine Tore. Zum 800 Jahr Fest der Marktgemeinde wollten auch wir – die Mediathek – einen Beitrag zum Gelingen des Festes leisten. Papierschöpfen sollte es werden. Im Vorfeld wurde viel Papier zerkleinert, das Papierschöpfen geübt und getestet mit welcher Konsistenz die Pulpe am Besten zu verarbeiten ist. Für den Markt wurde höchst professionelles Hilfsmaterial (eine Handpresse, eine Papiermangel und einige Holzbottiche) organisiert.

Nicht nur die kleinen Besucher waren eifrig bei der Sache. Auch die Erwachsenen schauten fasziniert und interessiert zu, wie aus einem flüssigen Brei schöne Papierbögen entstanden. Auch wir – der hochwürdigste Pater Johannes und die ehrenwerten Schwestern Kathi, Michaela, Petra und Angelika hatten eine wunderschöne erlebnisreiche Zeit.

Wir hoffen, dass unser Wissen über das Papierschöpfen auch in 800 Jahren nicht vergessen ist und vielleicht unsere Nachkommenschaft dann wieder am Hauptplatz in St. Johannis feiert und zeigt wie man früher Papier gemacht hat.


Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeiter der Mediathek, die sich für diese Veranstaltung engagiert haben, sei es beim Papierzerkleinern oder Vorbereiten. Ein besonderes Dankeschön an Hannes, Kathi, Michaela, Petra und Angelika für ihren tollen Einsatz beim Markt!

1. Buchstart Frühstück 2016

IMG_20160413_102254Das 1. Buchstart Frühstück in diesem Jahr für die ganz Kleinen und deren Mamas, war ein voller Erfolg.

In der schönen alten Gaststube von Kathis ehemaliger Jausenstation Hochreith in Fieberbrunn, stärkten sich Mütter und Kinder bei einem reichhaltigen Frühstück an frischem Obst und Gemüse, köstlich reschem Gebäck, selbstgemachten Marmeladen und anderen heimischen Produkten. 

Es wurde geplaudert, sich ausgetauscht, gespielt und natürlich auch gelesen, in den Büchern geblättert und geschmökert.

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Nachdem Kathi die Buchstart-Taschen an die Kinder verteilt hatte, ging es nach draußen auf den Spielplatz. Dort konnten sich die Mädchen und Jungs, dank des wunderschönen Frühlingstages, noch richtig austoben.

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Das nächste Eltern-Kind-Frühstück im Rahmen der Buchstart Aktion bei Kathi auf Hochreith, findet am 11. Mai statt. Wenn auch Sie mit ihrem Kind den Zugang zu Büchern und den Austausch mit anderen Eltern, Großeltern, Tanten oder Onkeln in ungezwungener Atmosphäre an einem wunderschön gelegenen Platz nutzen möchten, dann melden Sie sich doch gleich an! Näher Informationen zum Buchstart und die Termine erfahren Sie auf www.facebook.com/buchstart oder bei uns in der Mediathek.

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Lesefest in Reith bei Kitzbühel

Am vergangen Samstag fand wieder das Lesefest für Groß & Klein, für Jung % Alt im Kulturhaus Reith statt.

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Geboten wurde ein buntes Programm. Angefangen bei herzigen Auftritten der VS-Kinder, Märchen mit Uschi Krabichler, Bilderbuchkino mit Daniela Vötter und Kasperltheater mit Herwig Neumayr für die kleinen Lesemäusen. Für die Erwachsenen bot sich eine unterhaltsame lustige Lesung des deutschen Autors und Journalisten Georg Cadeggianini und ein Vortrag von Frau Dr. Repolust an. Letztere referierte über (Kinder)Bücher zu ganz besonderen Themen: Depression, Demenz usw. Ein Jäger erklärte den kleinen Gästen das “Fährten lesen” und die Polizei das “Verkehrszeichen lesen”.

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Und die Mediathek St. Johann war auch vertreten. Wir informierten über den Buchstart, den ebook-Verleih und unser umfangreiches Ausleihprogramm.

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Kathi’s Text zum Thema Heimat

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HEIMAT

Ankommen, ruhig werden, denken, fühlen, angenommen sein

Heimat das ist für mich die Hast vergessen, Frieden finden!

Heimat ist auch Konfrontation, Kritik ertragen, Kritik annehmen!

Heimat ist Familie, ist Freude und  manchmal Frust.

Was bedeutet Heimat, wenn Jemand seine Heimat verlassen musste, gezwungen wurde………..

können wir uns da reinfühlen……….

Ich glaube das ist schwer, unsagbar schwer……..

doch gut ist es, es zu versuchen……..

Was, wenn dir deine Heimat genommen wird, durch Krieg, Verfolgung, Hass,

werden da nicht deine Wurzeln gekappt?

Da geht es nur noch um das Überleben, Essen und ein Dach über dem Kopf!

Doch wir können heimatlosen Menschen so viel bieten…………

Es gehört Courage dazu……..

Was hört man in letzter Zeit alles……

Zäune errichten, Grenzen kontrollieren, abschieben und sogar, ein starker Mann muss her!

Do stend mia meine grauen Haar ge Berg. Iatz is amoi gnuag!

Bemiah ma ins und streng ma ins u, das da Friedn dahoitn bleibt, das ma d’Menschn achtend,

ganz gleich vo wos herkemmand. Und wann a jeda was gibt, noa hamb mia allwei no gnuag.

Bring ma ins gegnseitig an Respekt entgegn und vasuach ma tolerant z’sein, nocha pack ma des scho.

I bin zuavasichtlich und aso schliaßt se da Kreis,

Hoamat des is fie mi, ukemma, ruahig wern und ugnumma wern,

genau aso wia i bin.

Laura’s Text zum Thema Heimat

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Stell dir vor, du musst von heut auf morgen dein Zuhause verlassen.
Stell dir vor, du bist nicht mehr sicher.
Stell dir vor, du kannst nur mitnehmen was in einen Rucksack passt.
Stell dir vor, du musst eine Reise antreten, deren Ende du nicht kennst.
Stell dir vor, du hast Angst um dein Leben.
Stell dir vor, du  bist alleine.
Stell dir vor, deine Füße schmerzen und dennoch musst du weiter laufen.
Stell dir vor, du musst Familie und Freunde zurücklassen.
Stell dir vor, du begegnest Menschen, die nur Verachtung für dich übrig haben.
Stell dir vor, wie du glückliche Familien, die es endlich geschafft haben, siehst und weißt, deine eigene gibt es nicht mehr.
Stell dir vor, dass du niemanden kennst und nicht einmal die Sprache verstehst, die um dich herum gesprochen wird.
Stell dir vor, du bist endlich in Sicherheit, aber dann musst du in unmenschlichen Zuständen warten, ohne zu wissen wie es weiter geht.
Stell dir vor, die Menschen behandeln dich wie Dreck.
Stell dir vor, du bekommst keine Chance dich zu beweisen, weil du anders bist.

Jetzt stelle dir vor, du wirst mit einem freundlichen Lächeln und einem warmen Händedruck empfangen.
Stell dir vor, es sorgt und kümmert sich jemand um dich.
Stell dir vor, du fühlst, dass du sicher bist und wieder eine Zukunft hast.

Und jetzt frage ich dich: Was wäre dir lieber?

Laura Skorski, am 21.10.2015