Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

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Mit dem Verkauf eines südspanischen Weingutes hofft der Geschäftsmann Mauro seinen Bankrott abzuwenden. Aber das Aufeinandertreffen mit der geheimnisvollen Soledad ist für ihn der Beginn einer Reihe von Abenteuern mit ungewissem Ausgang.

Die Autorin erzählt aus der Kolonialzeit und verwebt verschiedene Aspekte wie Sklavenhandel, Kolonialherrschaft und Unabhängigkeitsbestrebungen in ihrer Geschichte. Der schillernde Abenteuerroman stellt den Hauptprotagonisten Larrea als sympathisch, weltmännisch und interessant dar, während alle anderen Personen etwas verblassen. Ein spannender Roman,d er jedoch an verschiedenen Stellen unrealistisch und überzogen wirkt.

Maria Dorrer


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Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

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1943 stellt das Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA, die später zur NASA wird, erstmalig afroamerikanische Frauen ein. „Menschliche Rechner“ – unter ihnen Dorothy Vaughan, die 1953 Vorgesetzte der brillanten afroamerikanischen Mathematikerin Katherine Johnson wird. Trotz Diskriminierung und Vorurteilen, treiben sie die Forschungen der NASA voran und Katherine Johnsons Berechnungen werden maßgeblich für den Erfolg der Apollo-Missionen. Dies ist ihre Geschichte.

Die Geschichte dieser Frauen ist es, die Margot Lee Shetterly in “Hidden Figures” erzählt, und damit ein Stück weiblicher afroamerikanischer Wissenschaftsgeschichte aus der Vergessenheit zurück ins öffentliche Bewusstsein holt. Lebendig und detailgetreu verfolgt sie den Weg dieser Pionierinnen von den Anfangsjahren in Langley bis zur historischen Mondlandung im Jahre 1969 und lässt so die LeserInnen teilhaben an einer Reihe faszinierender Lebensgeschichten mit unleugbar inspirierender Wirkung

Eva Unterhuber


Das Buch steht Ihnen in der Mediathek zur Ausleihe zur Verfügung! Auch ist der Titel über die Onleihe als e-book erhältich!



Veranstaltungshinweis: Lesung von Robert Prosser

Es ist immer was los in St. Johann in Tirol!

Für Lesebegeisterte und Bücherwürmer steht demnächst ein junger Tiroler Autor auf der Bühne der Alten Gerberei: Robert Prosser. Mit seinem neuen Roman Phantom stand er auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017. Am 23.10.2017 kommt er nun nach St. Johann. Möchten Sie den Autor live erleben, dann sollten Sie sich den Termin unbedingt vormerken, näher Informationen dazu finden Sie unten auf dem Plakat! Das Buch steht Ihnen natürlich in der Mediathek zur Ausleihe zur Verfügung!

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Unbenannt

Robert Prosser schildert intensiv ein fast vergessenes Kapitel der jüngeren Geschichte: Der Jugoslawienkrieg, der die letzte große innereuropäische Flüchtlingswelle in den 1990ern auslöste, dessen drastische Verbrechen bis heute nicht aufgearbeitet sind und weit in die Generation der Kinder der Geflüchteten nachwirken. Anisa flüchtet 1992 aus Sarajewo nach Wien. In den beginnenden ethnischen Säuberungen hat sie ihren Vater zurückgelassen ¿ und wird ihn nie wiedersehen. Auch von ihrem Freund Jovan, einem bosnischen Serben, der zum Militärdienst eingezogen wurde, konnte sie sich nicht verabschieden. Jahrzehnte später reist Anisas Tochter Sara auf den Spuren ihrer Mutter nach Bosnien-Herzegowina.

Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

9783442483129&width=70Andreas Gruber

Todesmärchen

Thriller

480 Seiten

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann.
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel.

Was diesen Thriller noch besser macht als seine fulminanten Vorgänger, ist die hervorragende Geschichte im Gefängnis und die Verflechtung der Morde mit dem Privatleben des exzentrischen Ermittlers Sneijder. So ist der Abschluss der Trilogie tatsächlich die Krönung eines Werkes, das wohl das Best ist, was es an österreichischen Thrillern gibt.

Michael Wildauer


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Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

9783836959124&width=70Julie Volk

Guten Morgen, kleine Straßenbahn

Bilderbuch ohne Worte

Früh am Morgen, wenn es auf den Straßen noch still ist, wenn die Sonne die schlafenden Häuser in goldenes Licht taucht und der Straßenkehrer das Trottoir fegt, erwacht der Straßenbahnfahrer. In Ruhe zieht er sich an und fährt mit seiner kleinen Bahn in den Tag hinein. Die Fischfrau steigt zu, der Junge mit dem kleinen Riesenrad und die Oma, die strickt und strickt. Wer hat welches Ziel? Durch welche Straßen, welche Stadtviertel führt der Weg? Einfach einsteigen und mitfahren! So friedlich sich die Bahn durch die Stadt bewegt, so unzählig viele Geschichten haben die Fahrgäste, die Häuser und Gassen zu erzählen.

Das mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2017 ausgezeichnete Bilderbuch begeistert mit seiner stimmungsvollen Bildsprache, der Vielzahl an Gesprächsanlässen und Geschichten, sodass wir morgen gerne wieder eine Runde mitfahren!

Cornelia Gstöttinger


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Österreichischer Buchpreis Longlist 2017

Folgende nominierten Titel der Longlist für den Österreichischen Buchpreis 2017 stehen für Sie in der Mediathek zur Verfügung:

Cover_Knecht_Alles-über-Beziehungen-390x623Alles über Beziehungen

Viktor ist ein Mann mit durchschnittlichen Problemen: Er wird demnächst fünfzig, er hat hohen Blutdruck, fünf Kinder, zwei Exfrauen und eine Lebensgefährtin, die nicht immer so glücklich wie er selbst damit ist, dass er gerade Festival-Intendant wurde. Und er hat eine heimliche Leidenschaft: noch mehr Frauen. Viktor fühlt sich interessant und wie scharf gestellt durch die Frauen, mit denen er Sex hat: Josi und Helen, Anja, Camille, Lisbeth und noch ein paar andere. Die Frauen wiederum haben ihre eigenen Geschichten und entsprechende Gründe, warum sie sich mit einem wie Viktor einlassen – oder auch nicht mehr. Magda, seine Lebenspartnerin, die endlich geheiratet werden will, ahnt davon nichts, und so schwebt über allem eine große Bedrohung: dass Viktor auffliegt und all seine schönen Rechtfertigungen und feinen Begrifflichkeiten von Treue, Komplizenschaft und Loyalität gleich mit. Denn: Was ist das, Treue? Ist jedes Fremdgehen auch ein Betrug? Und: Existiert etwas Derartiges wie eine perfekte, glückliche, ehrliche Beziehung überhaupt?
Doris Knecht erzählt furchtlos, manchmal frivol, stets aber extrem unterhaltsam von Viktor und den Frauen – und verrät im mitreißenden Knecht-Sound nebenher viel darüber, wie moderne Menschen lieben und was passiert, wenn sie damit aufhören.

Doris Knecht

Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin («Kurier», «Falter») und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, «Gruber geht» (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Für «Besser» (2013) erhielt sie den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag. Zuletzt erschien ihr vielgelobter Roman «Wald» (2015). Doris Knecht lebt in Wien und im Waldviertel.



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Originell, verspielt, gescheit: Franz Schuhs Betrachtungen über das Glück

„Ich schreibe über das Glück“, schreibt Franz Schuh, „erstens weil ich Glück hatte, und zwar so viel, dass ich damit dem unvermeidlichen Unheil trotzen kann. Zweitens weil ich den Eindruck habe, dass das Glücksstreben alle Menschen gemeinsam haben, dass aber das Glück die Menschen auch voneinander trennt, weil nicht alle, wahrscheinlich nur die wenigsten Menschen halbwegs glücklich sind.“ Im Wort „Glück“ fließt vieles von dem ineinander, was man von der menschlichen Existenz wissen kann und vielleicht sogar wissen sollte. Von der Ablehnung des Wortes bis zu seiner spekulativen Ausbeutung und zur endgültigen Banalisierung reicht die Bandbreite dieser Betrachtungen zur Philosophie des Glücks.

Franz Schuh

1947 in Wien geboren, studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik. Er ist Lehrbeauftragter an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und Kolumnist für Zeitschriften und Rundfunkstationen. Er erhielt u. a. 2006 den Preis der Leipziger Buchmesse und 2011 den Österreichischen Kunstpreis. Bei Zsolnay erschienen zuletzt Der Krückenkaktus. Erinnerungen an die Liebe, die Kunst und den Tod (2011) und Sämtliche Leidenschaften (2014).



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Tiere für Fortgeschrittene

»Wer die Welt so anlächelte, musste eine Schraube locker haben. Oder ein Schutzblech zu wenig über der Seele.«

Raupen, die sich ihr eigenes Grab schaufeln, Haie, die künstlich beatmet werden, Enten, die noch im Schlaf nach Fressfeinden Ausschau halten, Schafe, die ihre Wolle von selbst abwerfen. Jede von Eva Menasses Erzählungen geht von einer kuriosen Tiermeldung aus und widmet sich doch ganz der Gattung Mensch. Wie in ihrem ersten, hochgelobten Erzählungsband »Lässliche Todsünden« studiert sie ihre Objekte mit einem liebevollen und unerbittlichen Forscherinnenblick.

Ein alter Despot, der sich gegen jede Veränderung wehrt, kann nicht verhindern, dass die Demenz seiner Frau auch die eigene Vergangenheit löscht. Einer engagierten Mutter, die ein muslimisches Kind gegen Anfeindungen in Schutz nimmt, verschwimmen schließlich selbst die Grenzen zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch. Eine Frau realisiert, wie sehr das Schicksal ihres Vaters sie geprägt hat, in ihren Marotten ebenso wie in ihren tiefsten Ängsten. Und eine Gruppe handverlesener Künstler und Wissenschaftler probt in südländischer Gluthitze eine groteske Revolution.

Jahrelang hat Eva Menasse Tiermeldungen gesammelt, die ihr, wie umgekehrte Fabeln, etwas über menschliche Verhaltensweisen zu verraten schienen. Wer daran Vergnügen hat, kann teilhaben am Gestaltungsprinzip ihrer Erzählungen, indem er Mustern und Motiven nachspürt. Alle anderen Leser werden sich, wie bei Menasses bisherigen Büchern, von ihrem erzählerischen Talent mitreißen lassen, einer Mischung aus pointiertem Witz, Geheimnis und melancholischem Ernst.

Eva Menasse

geboren 1970 in Wien, lebt seit 2003 als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman »Vienna« sowie ihre folgenden Erzählungen und Essays waren bei Kritik und Lesern ein großer Erfolg. Für ihren Roman »Quasikristalle« wurde sie mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis, dem österreichischen Alpha-Literaturpreis sowie dem Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet. 2015 war sie Stipendiatin der Villa Massimo in Rom und erhielt für ihr bisheriges Werk den Jonathan-Swift-Preis für Satire und Humor.