Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

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Wien, 1919. Der Erste Weltkrieg ist verloren, und in der einst so glanzvollen Stadt herrschen Hunger und Elend. Als der Polizeiagent August Emmerich über die Leiche eines ehemaligen Soldaten stolpert, glaubt er zunächst an einen Selbstmord. Doch schon bald stößt er auf eine schreckliche Wahrheit, die ihn vom Jäger zum Gejagten macht.

Dieses Buch ist enorm fesselnd. Es geht dabei aber nicht nur um eine herkömmliche Krimihandlung, sondern man erfährt auch viel Wissenswertes über die Situation unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Unbedingt zu empfehlen!

Sophie Preßl, 15 Jahre


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Bibliotheksnachrichten Buchempfehlung

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Wer bin ich? Was bedeutet Freiheit? Was ist Schönheit? Immer wieder stoßen wir im Leben auf ganz grundsätzliche Fragen und suchen in der Literatur und in der Philosophie nach Antworten. Michael Köhlmeier ist ein großer Erzähler und Konrad Paul Liessmann ein brillanter Philosoph, der sehr anschaulich erklären kann. Zu zwölf Schlüsselbegriffen unseres Lebens erzählt Michael Köhlmeier eine Geschichte, inspiriert von antiken Mythen oder Volksmärchen – anschließend zeigt Konrad Paul Liessmann in seiner Interpretation, was er daraus über die Spielregeln und Möglichkeiten unserer Welt herausliest. Ein großartiger Dialog, ein wunderbares Denk- und Lesevergnügen.
Zwei literarisch-publizistische Kapazunder als Erfolgsgaranten? All-in-one kommt leider nicht immer der Qualität zugute. Es ist nicht nur der Verstoß gegen die literarische Gewaltenteilung von Autorschaft und Exegese, die das Buch entgegen seinem Anspruch klein erscheinen lässt. Die auf den Effekt setzenden Bearbeitungen der mythischen Stoffe und die eindimensionalen Deutungen im Erläuterungsstil treten nicht in den angekündigten Dialog.
Reinhard Ehgartner


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»Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang.« Ilija Trojanow ist als Kind zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen, eine Erfahrung, die ihn bis heute nicht mehr los lässt. Virtuos, poetisch und klug reflektierend erzählt Ilija Trojanow von seinen eigenen Prägungen als lebenslang Geflüchteter. Von der Einsamkeit, die das Anderssein für den Flüchtling tagtäglich bedeutet. Davon, wie wenig die Vergangenheit des Geflüchteten am Ort seines neuen Daseins zählt. Was das Existieren zwischen zwei Sprachen mit ihm macht. Welche Lügengeschichten man als Geflüchteter den Daheimgebliebenen auftischt. Und dass man vor der Flucht wenigstens wusste, warum man unglücklich war.Ilija Trojanow erzählt von sich selbst, zugleich ist er eine exemplarische Figur. So gelingt ihm eine behutsame und genaue Topographie des Lebens nach der Flucht, das existentielle Porträt eines Menschenschicksals, das unser 21. Jahrhundert bestimmt.

Eine literarische Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema. Der Text mutet beinahe essayistisch an. Trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen Brüche bildet sich ein rhythmischer Teppich. Die Dramolette sind wie Refrainvariationen eingeflochten. Empfehlung!

Katharina Ferner


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Der Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung Christian Felber widmet sich möglichen Alternativen zu TTIP, WTO & Co, deren Zustandekommen immer unwahrscheinlicher wird. Er plädiert konsequent dafür, der Ideologie von Freihandel, Standortwettbewerb und noch mehr Globalisierung endgültig abzuschwören. Weniger Hürden soll es für jene Staaten und Unternehmen geben, die einen Beitrag leisten, um die eigentlichen Ziele der Wirtschaft zu erreichen: nachhaltige Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit, kulturelle Vielfalt oder sinnvolle Arbeitsplätze. Und Barrieren im Handel für jene, die Menschenrechte missachten, für Klimasünder und Ausbeuter.

Angesichts der angespannten (ökonomischen) Weltlage lässt Felber nicht unversucht, Alternativen zu TTIP, WTO und CETA zu entwickeln und positive Wendungen in Richtung Gemeinwohl zu erwirken. 2017 erhielt der Autor und Aktivist den Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Wissen. Ökonomisch interessierten LeserInnen empfohlen!

Cornelia Stahl


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Lou und Jo – das war die große Liebe. Doch Lou, ein Paradiesvogel auf der kleinen bretonischen Insel und von allen geliebt, ist tot. Ihrem Jo hinterlässt sie ein ungewöhnliches Testament: Er soll dafür sorgen, dass ihre erwachsenen Kinder endlich glücklich werden.

Der lebendige Stil, mit dem die Autorin die verschiedenen Persönlichkeiten zu Wort kommen lässt, als auch die Darstellung der Insel Groix und des Lebens dort machen das Buch lesenswert. Die Figuren sind wunderbar gelungen, alle wachsen einem ans Herz und sorgen für “Taschentuchgarantie”. Sehr empfehlenswert, vor allem für den Schuss Romantik im Alltag!

Doris Göldner


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“Sie kam aus Mariupol“ ist das außergewöhnliche Buch einer Spurensuche. Natascha Wodin geht dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nach, die aus der Hafenstadt Mariupol stammte und mit ihrem Mann 1943 als „Ostarbeiterin“ nach Deutschland verschleppt wurde. Sie erzählt beklemmend, ja bestürzend intensiv vom Anhängsel des Holocaust, einer Fußnote der Geschichte: der Zwangsarbeit im Dritten Reich. Ihre Mutter, die als junges Mädchen den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror miterlebte, bevor sie mit ungewissem Ziel ein deutsches Schiff bestieg, tritt wie durch ein spätes Wunder aus der Anonymität heraus, bekommt ein Gesicht, das unvergesslich ist. „Meine arme, kleine, verrückt gewordene Mutter“, kann Natascha Wodin nun zärtlich sagen, und auch für uns Leser wird begreifbar, was verlorenging. Dass es dieses bewegende, dunkel-leuchtende Zeugnis eines Schicksals gibt, das für Millionen anderer steht, ist ein literarisches Ereignis.

Jahre später, nach vielen vergeblichen Nachforschungen, gelingt es der Autorin über ein russischsprachiges Forum mit Hilfe eines Inernetfreaks die dramatische Herkunftsgeschichte mütterlicherseits zu rekonstruieren und zur eigenen Identität zu finden. Aus der biografischen Spurensuche entstand so eine ergreifende Familiengeschichte, die zugleich eine erschütternde Dokumentation ist, die den ganzen Wahnsinn der totalitären Geschichte des 20. Jahrhunderts mit ihren menschenverachtenden Arbeitslagern und Grausamkeiten auf deutscher wie russischer Seite sichtbar macht.

Jutta Kleedrofer


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Mit dem Verkauf eines südspanischen Weingutes hofft der Geschäftsmann Mauro seinen Bankrott abzuwenden. Aber das Aufeinandertreffen mit der geheimnisvollen Soledad ist für ihn der Beginn einer Reihe von Abenteuern mit ungewissem Ausgang.

Die Autorin erzählt aus der Kolonialzeit und verwebt verschiedene Aspekte wie Sklavenhandel, Kolonialherrschaft und Unabhängigkeitsbestrebungen in ihrer Geschichte. Der schillernde Abenteuerroman stellt den Hauptprotagonisten Larrea als sympathisch, weltmännisch und interessant dar, während alle anderen Personen etwas verblassen. Ein spannender Roman,d er jedoch an verschiedenen Stellen unrealistisch und überzogen wirkt.

Maria Dorrer


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