Elke Laznia–Kindheitswald

Elke Laznia belegt mit ihrem neuen Roman den 3. Platz der Bestenliste des ORF. Auch wir haben den Roman im Juli neu in unseren Verleih aufgenommen.

9783990140932

Elke Laznia

Kindheitswald

Roman

125 Seiten


Klappentext:

In Österreichs Süden führt mancher Königsweg der Literatur, und wer an Peter Handke und Josef Winkler denkt, der hat Landschaften vor Augen, in denen sich das Idyllische mit dem Bedrohlichen mischt. Elke Laznias grandioses Romandebüt „Kindheitswald“ unternimmt eine Reise in eine kaum verschlüsselte Gegend. Es geht um ein Elternhaus und den Vater, der die Familie früh verlassen hat. Elke Laznias Vatergeschichte ist ebenso archaisch wie gegenwärtig, sie ist der Fluchtpunkt in einem sprachlich höchst präzisen Roman, der eine Rückkehr und einen Aufbruch beschreibt. Von Gewalt und Befreiung wird in „Kindheitswald“ erzählt, mit insistierender Genauigkeit werden die Spuren der frühen Jahre gesucht. Sie finden sich in den Häusern und in den Gesichtern und Gesten der Menschen. Elke Laznias Buch ist ein Entwicklungsroman auf kürzester Strecke. Für die Ich-Erzählerin treten die Erfahrungen der Demütigung und der Gewalt hinter ein Aufbegehren zurück, das sich allmählich auch der Sprache bemächtigt. Dieser Literatur gewordene „Kindheitswald“ ist wie die wirklichen Wälder auch. Er ist Trost und Erschrecken zugleich.


“Kindheitswald” heißt das neue Buch von Elke Laznia und das Thema, das sie darin umkreist, ist keineswegs neu. Die Auseinandersetzung mit der familiären, gesellschaftlichen und geografischen Herkunft zählt zu den Grundmotiven in der österreichischen Literatur nach 1945. Und dennoch hebt sich ihr Roman von vielen anderen ab. Weniger der Erzählinhalt, als die Sprache vermag es, den Leser von Beginn an zu fesseln.
Schreiben spielt für die 40jährige, in Salzburg lebende Kärntnerin, beruflich wie privat eine wichtige Rolle. „Es hält mich die Schrift der Hand, die Handschrift […] verfasst mir Kontur, und ich zerfalle nicht“, so Laznia.
In ihrem neuen Roman geht es um Befreiung und Bewältigung verschiedener Ängste und Traumata, um Männer, heulende Wölfe und unheimliche Ratten. Mit „Kindheitswald“ gelingt Laznia ein ebenso schonungsloses, wie kompromissloses, vor allem aber sprachlich bewegendes Debüt.

Quelle: ORF Bestenliste Juli 2014


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“Steiners Geschichte” von Constantin Göttfert

Constantin Göttfert war 2006 Markschreiber in St. Johann. Wir freuen uns sehr seinen neuen Roman in der Mediathek zum Verleih anbieten zu können!

Göttfertbuch

Constantin Göttfert

Steiners Geschichte

Roman – 480 Seiten



Verlagstext:

Ina Steiner ist schwanger, aber kurz vor der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter bittet sie Martin, den Erzähler in Constantin Göttferts neuem Roman, um eine Auszeit. Ihr Großvater Steiner ist gestorben und hat sie mit zu vielen offenen Fragen zurückgelassen. Ina ist an der March, im österreichischen Grenzgebiet zur Slowakei, aufgewachsen, aber ihre Familie sind Karpatendeutsche, Vertriebene, die in Österreich nie heimisch geworden sind und nicht heimisch werden wollten. Die Vergangenheit liegt wie ein großer, alles erdrückender Schatten über dem Leben von Jahrzehnten, über der Familie, die daran zerbricht. Ina macht sich auf die Suche nach der Herkunft ihrer Familie in der heutigen Slowakei und Martin folgt ihr nach, auf eine Reise in die Vergangenheit und die Gegenwart von Ost und West, Tätern und Opfern, Verlierern und Gewinnern nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.

In diesem großen Roman erzählt Constantin Göttfert präzis und dicht, atmosphärisch und spannend, mit einem Sinn für das groteske Detail von Schuld und Vertreibung, von Leid und Verrat, von ungesühnten Verbrechen und dem Überleben und davon, wie eine Gegenwart erst möglich ist, wenn der Schatten der Vergangenheit verfliegt.

Rezension von Hannes Hofinger, Mediatheksleiter:

Eine große Geschichte eines großen Erzählers. In seinem neuen Roman zeigt Göttfert, was in ihm steckt, nämlich ein Romancier besten Stils. Bei seinem vorhergehenden Roman „Satus Katze“ hatte ich manchmal das Gefühl, der Autor versucht zu viel und stolpert dabei bisweilen über das Zuviel des Guten. Nach Lektüre von Steiners Geschichte bin ich der Auffassung, dass Göttfert Platz braucht, er benötigt ein riesiges Fußballfeld um seine zahllosen Bälle interaktiv spielen zu lassen, bei Satus Katze versuchte er noch, diese Bälle in einem Tischfußballkasten ordnen zu wollen.

Steiners Geschichte ist ein kleines Epos – ein Widerspruch in sich, aber dies passt zu ihm, ein Familienroman, der besticht.

Der große Erzähler, der Göttfert ganz sicher ist, malt detailreiche Bilder seiner Geschichte, manchmal so detailreich, dass sich der Gedanke anschleicht, muss ich das alles wirklich wissen, interessiert mich das Alles? Aber bevor dieser Gedanke dazu kommt, dem Hirn anzuraten, den Zeigefinger zum Vorblättern zu animieren ist die Geschichte wieder da, wo sie hingehört und wo die Spannung zu Hause ist und das Lesen zum ganz großen Vergnügen wird.

Ich halte „Steiners Geschichte“ für einen ganz großen Wurf und ich bin überzeugt, dass Göttfert noch große Werke liefern wird. Ich freue mich schon darauf und bin absolut überzeugt, dass Göttfert mit dieser Geschichte den Durchbruch schaffen wird.


Neugierig geworden auf diesen ganz besonderen Roman? Mit Klick auf das Bild kommen Sie direkt zu unserem Online-Katalog!


Alice Munro–Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte

Alice Ann Munro ist eine kanadische Schriftstellerin (u. a. „The View from Castle Rock“ 2006) und als „Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte“ Trägerin des Nobelpreises für Literatur 2013. Sie wurde am 10. Juli 1931 in Wingham, Ontario in Kanada geboren. Heute feiert Munro ihren 83. Geburtstag.

Ihre Geschichten, die sich durch sprachlichen Feinschliff auszeichnen, beginnen oft an einer unerwarteten Stelle, anschließend wird die Erzählung chronologisch rückwärts oder vorwärts entwickelt. Munros Erzählungen sind realitätsnah, abgründig, unsentimental und haben häufig einen offenen Schluss.

In unserer Mediathek finden Sie auch einige Bücher der ausgezeichneten Schriftstellerin:

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Buchempfehlung Juli 2014

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Laura Freudenthaler

Der Schädel von Madeleine

Paargeschichten

126 Seiten

Madeleine, eine junge Wienerin in Paris, lässt sich vom Franzosen Franz willig als Inbild einer reizenden Pariserin adoptieren, mit Köpfchen und Hütchen und kleinem Akzent. Wie zu einem Musette-Walzer tanzen und wirbeln die zwei durch die Seinestadt. Bis im Schädel von Madeleine das zugeschriebene Bild den Aufstand probt; sie nimmt das Beil und spaltet Franz, ihrem Erfinder, das Haupt. Von jäher Fremdheit zwischen den Geschlechtern, vom Ausbruch aus männlichen Zuschreibungen handeln auch die anderen Paargeschichten der jungen Österreicherin Laura Freudenthaler. Wie die von Manja, einer Videokünstlerin, die sich von einem amerikanischen Gastprofessor aus einer Bar abschleppen lässt; die intellektuelle Verführung schlägt um in sprachlosen Sex, nach dem keine gemeinsame Sprache mehr möglich ist. Oder wie die von der deutschen Zeichnerin, die zu ihrem Geliebten nach Italien gezogen ist; als sein Besitzanspruch sie zur Gefangenen macht, wehrt sie sich durch die allmähliche Verwandlung in einen Kampfhund. Laura Freudenthaler schreibt eine dichte, filmische Prosa voller Metamorphosen. Mit schmerzhafter Genauigkeit spielt „Der Schädel von Madeleine“ die Möglichkeit und Unmöglichkeit des Paarseins durch. Ein starkes, eigensinniges Debüt.

Laura Freudenthaler geboren 1984 in Salzburg, studierte Germanistik, Philosophie und Gender Studies und lebt nach einem Aufenthalt in Frankreich als Autorin und Übersetzerin in Wien. Publikationen u. a. in „manuskripte“ und „Lichtungen“. 2010 „Wörtersee“-Ö1-Preis. „Der Schädel von Madeleine“ ist ihr erstes Buch.


Der gestrenge österreichische Literaturkritiker Heinz Sichrovsky lobte in seiner Literatursendung “Erlesen” (ORFIII, 13.5.2014) Laura Freudenthalers “Der Schädel von Madeleine” mit folgenden Worten:

Fünf erotische Erzählungen, denen es an nichts fehlt. Die Plots, teils aus der Welt der Kunst und der betörenden Irritationen zwischen Schöpfer und Modell, sind bestes Erzählmaterial. Die literarische Handschrift ist unverwechselbar, kühn und virtuos, das bisweilen überstrapazierte österreichische Literaturwunder materialisiert sich in diesem Debütbändchen der noch nicht dreißigjährigen Salzburgerin. Chapeau!

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Sommerzeit ist Lesezeit

Die schönste Zeit des Jahres hat begonnen, es ist Sommer. Viele von uns haben jetzt Urlaub, die Kinder haben Ferien und man genießt gemütliche Stunden im Liegestuhl am Balkon oder auf der Terrasse. Ist es da nicht höchste Zeit uns in der Mediathek wieder einmal zu Besuch und sich mit Lesestoff einzudecken?! Bei uns findet jeder das passende Buch für entspannte oder spannende Lesemomente.

Hier ein paar Titel für erwachsene Leser:

Fischnapping – Tim Binding

Ostseefluch – Eva Almstädt

Doch die Sünde ist Scharlachrot – Elizabeth George

Sommer wie Winter – Judith W. Taschler

Bretonische Brandung – Jean-Luc Bannalec

Sommer mit Nebenwirkung – Susanne Leinemann

Kirschroter Sommer – Carina Bartsch

1913: Der Sommer des Jahrhunderts – Florian Illies

Der Sommer als Lucy vier war – Jean Hegland

Ein Sommer am Meer – Barbara Bretton

Der Geschack von Apfelkernen – Katharina Hagener

Und für die Jugend:

Sommer, Sonne, Liebeskummer – Leena Fleger

Sommer: Für die wahre Liebe musst du kämpfen – Margot Antony

Zwei Wege in den Sommer – Robert Habeck

Zwei Freundinnen, ein Sommer – Kate Le Vanne

Sommer im Möwenweg – Kirsten Boie

Ein Sommer zum Abhängen – Franziska Gehm

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