John Niven–Old School

CovergrafikJohn Niven – Old School

Roman

400 Seiten

2015 erschienen im Heyne Verlag


Verlagstext:

Susan und Julie sind gerade 60 Jahre alt geworden. Sie leben in einem kleinen Dorf in Südengland und sind seit der Schulzeit miteinander befreundet. Susan führt ein bürgerliches Hausfrauendasein, Julie lebt in einer Sozialwohnung und arbeitet als Aushilfe in einem Pflegeheim. Als Susans Ehemann Barry tot aufgefunden wird, offenbart sich, dass er ein surreales Doppelleben führte und Susan einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Um nicht in die Altersarmut abzurutschen, greifen sie zu einer radikalen Lösung.

Fazit:

Eine gelungene Satire, mit viel Übertreibung und noch viel mehr schwarzem Humor. Doch findet man auch einiges an Wahrheit in der Handlung und realitätsnahe Persönlichkeiten.  Ein Muss für alle, die bizarr komische Handlungen mögen und einfach nur herzhaft lachen möchten.

Angelika

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Buchtipp des Monats

Covergrafik„Papst Franziskus hat den römischen Lauf der Dinge gehörig aus dem Tritt gebracht. Das ist nicht ohne Risiko.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Gianluigi Nuzzi

Alles muss ans Licht

Das geheime Dossier über den Kreuzweg des Papstes

383 Seiten

Wird es Papst Franziskus gelingen, die Kurie zu reformieren und seine „Kirche der Armen“ zu etablieren? Oder werden sich seine Feinde durchsetzen, die mit wirklich allen Mitteln versuchen, ihren Status quo zu verteidigen?
Station für Station folgt der renommierte Enthüllungsjournalist Gianluigi Nuzzi dem Kreuzweg, den der Jesuit aus Argentinien still, aber in aller Entschiedenheit geht. Anhand streng vertraulicher Dokumente gewährt er uns einen einmaligen und faszinierenden Einblick in das Denken und Handeln dieses revolutionären Papstes.

Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird (Lk 12,2)

Dieses Buch erzählt detailliert über die Zustände im Vatikan. Über Sodom und Gomorra, über Korruption und über den Kampf Papst Franziskus gegen seine eigenen Kardinäle und deren Schergen. Ein schmutziger Kampf, denn des Papstes Helfer werden nicht nur ausspioniert und bedroht. Man knackt ihre Panzerschränke und verwanz ihre Büros. Doch Papst Franziskus ist standhaft, lässt sich nicht einschüchtern und bietet den Gegner seine Stirn – ruhig und überlegt.



T.C Boyle–Wenn das Schlachten vorbei ist

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T. Coraghessan Boyle

Wenn das Schlachten vorbei ist

Roman

461 Seiten

2012 erschienen im Hanser Verlag


Die Handlung:

Im Zentrum der Handlung steht Dr. Alma Boyd Takesue und Dave LaJoy. Sie Ökologin und im Dienst des National Park Service. Er radikaler Tierschützer und Vorsitzender der FPA, einer Tierschutzorganisation. Beide haben ein Ziel vor Augen, dass sich zwar ähnelt aber nicht die selben Absichten verfolgt. Sie ist beauftragt, die Kanalinseln vor der Küste Kaliforniens wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzten. Er setzt alles daran dieses Unterfangen zu sabotieren, denn Tiere müssen dafür sterben und das möchten er und seine Mitstreiter verhindern……

Fazit:

Ein spannender Umweltroman indem man sich als Leser nicht wirklich auf eine Seite schlagen kann. Jede Gruppierung hat gute und schlechte Argumente und Absichten, die durchgesetzt werden möchten auf politisch gewollte oder auf radikale Art. Welche besser ist? Da sollte jeder Leser selber entscheiden ob und wie er sich positionieren möchte. Für mich ein gelungener und lesenswerter Roman der ein aufregendes Thema bearbeitet.


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Buchempfehlung Jänner 2015

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 Roman ohne U

Judith W. Taschler

Roman

329 Seiten

Klappentext:

Am 21. Dezember 2012 hätte die Welt untergehen sollen. Für die meisten Menschen war es bloß ein Tag wie jeder andere. Die Welt von Katharina Bergmüller hingegen brach zusammen. Gerade erst schien es, als wäre es ihr gelungen, ihrem unbefriedigenden Leben eine neue Richtung zu geben und das Glück zu finden da stirbt ihr Mann bei einem Verkehrsunfall. Erst nach und nach erschließt sich Katharina, durch welche Geheimnisse ihr Schicksal mit dem einer im sowjetischen Gulag verschollenen Pianistin und dem einer Architektin verknüpft ist: Eine nicht unwesentliche Rolle dabei spielt ihr Schwiegervater … Meisterhaft und raffiniert komponiert Judith W. Taschler eine generationenübergreifende Familiensaga, in deren Mittelpunkt drei starke Frauen stehen. Herzergreifend, dramatisch, fesselnd bis zur letzten Seite!

Roman ohne U ist eine spannende Familiengeschichte, die den Leser durch mehrere Zeitebenen führt und fesselt. Es ist das vierte Buch der oberösterreichischen Autorin.

Zwei weitere dramatische Romane von Judith W. Taschler  finden Sie in der Mediathek zur Ausleihe:

Sommer wie Winter

und

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„Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce

Auf der Suche nach einer entspannenden Geschichte für zwischendurch begab ich mich auf eine Pilgerreise der besonderen Art. Der Roman ist  bereits 2012 erschienen und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Er hat es nicht verdient sein Dasein im Bücherregal zu fristen. „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ist meine persönliche Leseempfehlung in diesem Monat!

9783810510792 Die Geschichte:

Eigentlich will Harold Fry nur einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss.

Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern.

Die Autorin:

Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet.

„Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ist ihr erster Roman. Rachel lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.

Mein Eindruck:

Das Buch hat mich persönlich sehr berührt, ist es doch so lebensecht. Man begegnet den unterschiedlichsten Charakteren – traurig, einsam, verrück, liebenswürdig. Und man begegnet irgendwie auch sich selbst, denn jeder hat sein Päckchen zu tragen und findet in der Geschichte seinen Part vom Leben.

Eine wirklich schöne Geschichte über die Liebe, die Freundschaft, über das Verzeihen und über den Tod. Mal humorvoll, mal bedrückend, mal emotional.

“Die Bücherdiebin” von Markus Zusak

Meine persönlicher Leseempfehlung im Monat Juni ist im englischen Original bereits 2005 erschienen. Aufmerksam wurde ich auf den Titel erst vor einigen Wochen, als der Film zum Buch in den Kinos anlief. Gesehen habe ich nur einen kurzen Trailer von dem Film, dieser machte mich aber so neugierig auf das Buch, dass ich es jetzt endlich gelesen habe:

9783570132746

 

Markus Zusak

Die Bücherdiebin

Roman – 587 Seiten

 

Die Geschichte:

Januar 1939: Liesel und ihr kleiner Bruder Werner sind auf dem Weg nach Molching bei München, wo sie Pflegeeltern übergeben werden sollen. Doch Werner kommt dort niemals an. Ein heftiger Hustenanfall. Ein letzter Atemzug. Und dann – nichts mehr. Werner findet sein Grab im Schnee, Liesel findet im Schnee ihr erstes Buch. Mit dem “Handbuch für Totengräber” und der Hilfe ihres Pflegevaters Hans Hubermann lernt Liesel lesen – und fortan stiehlt sie Bücher. Von der Straße, aus den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Liesel stiehlt, was Glück und Hoffnung schenkt in dunklen Tagen. Und sie teilt ihre Schätze: mit den Nachbarn im Bunker, als die Bomben auf München fallen, und mit ihrem besten Freund Rudi, dem Fußballer mit dem zitronengelben Haar. Doch dies sind gefährliche Zeiten. Und als die Hubermanns einen jüdischen Faustkämpfer im Keller verstecken, ist der Tod Liesel näher als je zuvor….

Der Autor:

Markus Zusak, 1975 als Sohn deutsch-österreichischer Eltern geboren, lebt und arbeitet in Sydney, spielt Fußball und schreibt Romane, die international für Furore sorgen. Für “Der Joker” wurde er dutzendfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2007. “Die Bücherdiebin”, eine Reminiszenz an die Geschichten seiner Eltern aus München und Wien während des Zweiten Weltkrieges, stürmte die internationalen Bestsellerlisten über Nacht.

Mein Eindruck:

Eine sehr bewegende Geschichte, mit einem Schreibstil der anderen Art wird die Geschichte doch aus der Sicht des “Allwissenden” erzählt. Manche Passagen sind sehr bedrückend und traurig, andere voller Humor und einem guten Maß an Sarkasmus. Ein Buch das ich Erwachsenen und Jugendlichen gleichermaßen empfehlen kann!

 


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